Steigende Schulden und niedrige Zinsen? Was Investor*innen jetzt wissen müssen

Am Zinssatz scheiden sich die Geister. Zumindest dann, wenn sich Sparer*innen und Investor*innen über deren Höhe einig werden müssen. Denn für den*die Investor*in können die Zinsen gar nicht niedrig genug sein. Je weniger Zinsen er*sie an die Bank zurückzahlen muss, desto billiger das Fremdkapital und demnach auch das Investment. Die Nullzinspolitik der letzten Jahre bedeutete jedoch für Sparer*innen, dass ihre Einlagen auf ihren Konten kontinuierlich weniger Wert wurden – zumindest dann, wenn auch die Inflation mit einberechnet wurde oder das Banken Minuszinsen auf die Einlagen berechnen. Angesichts der aktuellen Schuldenpolitik stellt sich allerdings die Frage, wie sich die Zinsen in den kommenden Jahren verändern werden. In diesem Blog-Artikel schauen wir uns deshalb die Zusammenhänge aus einer Investorenperspektive genauer an.

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Die Lehrbuchmeinung zur Spar- und Schuldenpolitik

Wenn wir uns an die Lehrbuchmeinung halten, ist die Sache klar. Steigende Staatsverschuldung führt in der Regel zu steigenden Zinsen, da Staatsanleihen höhere Renditen bieten. Die Sparpolitik in den letzten Jahren bestätigte diese These indirekt. Da kaum mehr neue Schulden aufgenommen wurden, war es nur logisch, dass die Zinsen immer weiter Richtung null abgesenkt wurden. Denn wenn ein Staat sogar Schulden abbaut, während gleichzeitig die Unternehmen nur noch wenige Kredite aufnehmen, können auch keine Zinsen verdient werden. Spätestens seit der Corona-Pandemie sieht diese Situation jedoch anders aus.

Aktuell nimmt nicht nur Deutschland zur Bewältigung des durch Corona ausgelösten Konjunktureinbruchs enorme Summen an Geld auf. Alle betroffenen Staaten in Europa und auf der ganzen Welt verschulden sich derzeit auf einem lange nicht gesehenen Niveau. Gemäß dem ökonomischen Zusammenhang von Schulden und Zinsen müssten demnach die Zinsen im Moment und auch in den kommenden Jahren wieder steigen. Die Sache hat nur einen Haken: Sie tun es nicht. Die zwei entscheidenden Fragen sind nun: Warum ist das so? Und: Werden die Zinsen auch in den kommenden Jahren weiterhin nicht steigen?

Ein Blick in die Wirklichkeit: Von steigenden Zinsen keine Spur

Ein Blick auf die aktuelle Geldpolitik der deutschen Regierung sowie der Europäischen Zentralbank bietet hier Aufschluss. Zunächst lässt sich im Fall von Deutschland feststellen, dass enorme Summen an Schulden aufgenommen werden, um die durch Corona erlahmte Konjunktur anzukurbeln. Demnach plant der Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) 130 Mrd. Euro zu diesem Zweck aufzunehmen. Doch trotz der Ankündigung vor einigen Monaten bleiben die Zinsen konstant unten. Warum führen diese neuen Schulden nun nicht zu höheren Renditen auf Staatsanleihen und damit höheren Sparzinsen? Die simple, aber wahre Antwort lautet: Weil die Europäische Zentralbank (EZB) die Schulden von Deutschland fast vollständig finanziert.

Ein einfaches Rechenbeispiel zeigt, warum und wie das der Fall ist. Wie gesagt, soll das deutsche Konjunkturprogramm 130 Mrd. Euro umfassen. Gleichzeitig hat die EZB bekannt gegeben, dass sie das „Pandemic Emergency Purchase Programme“ (zu gut Deutsch: Pandemie-Notfallkaufprogramm oder kurz PEPP) um insgesamt 600 Mrd. Euro aufstockt. Dieses Geld wird nach dem Kapitalschlüssel auf die Länder verteilt, deren Landeszentralbanken die EZB anteilig gehören. Nach der letzten Anpassung dieses Verteilungsschlüssels fallen auf Deutschland 21,4 Prozent. Nach Adam Riese sind dies 128,4 Mrd. Euro und damit entspricht dies fast genau dem Betrag, den Scholz als Schulden aufnehmen will.

Schlechte Nachrichten für Sparer*innen, gute für Investor*innen

Vor dem Hintergrund dieser Zusammenhänge wird klar, warum in Europa – ganz anders als dies in den USA der Fall ist – es in absehbarer Zeit trotz der coronabedingten Konjunkturprogramme keine Erhöhung der Zinsen geben wird. Die niedrigen Zinsen, die Sparer*innen bis auf Weiteres hinnehmen müssen, wird von der aktuellen Krise nicht berührt. Vielmehr hat die Sparpolitik der letzten Jahrzehnte auf lange Sicht, das Zinsniveau gegen null gedrückt. Auch Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren und gleichbleibender Inflation bewegen auf diesem niedrigen Niveau.

Was für Anleger*innen und Sparer*innen eher trübe Aussichten bringt, bedeutet für Investoren*innen gute Nachrichten. Denn Kredite bleiben damit längerfristig auf dem aktuellen Niveau und geliehenes Geld damit billig. Investments in Immobilien bleiben aus dieser Perspektive darum eine der besten Alternativen zum Sparen.

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Ein Blick in die Zukunft der Zinsen: Keine Erhöhung in Sicht

In den ökonomischen Lehrbüchern kommt die EZB nicht vor. Darum stimmt der logische Zusammenhang von Staatsverschuldung und Zinsen nicht mehr. Die Märkte rechnen aus diesem Grund nicht mit der Anhebung der Leitzinsen in den Industrienationen. Insbesondere in Deutschland kommt erschwerend hinzu, dass es sich um ein Land der Sparer*innen handelt. Mit weiteren Anreizen zum Sparen in Form von erhöhten Zinsen, ist spätestens mit der Corona-Krise nicht zu rechnen. Denn durch die Pandemie gab es weniger Möglichkeiten zum Geldausgeben und damit stieg die Sparquote laut Bundesbank noch einmal deutlich. Auch muss man sich die Frage stellen, wie wahrscheinlich es ist, dass die nächste deutsche Bundesregierung wieder zur Sparpolitik zurückkehrt, wenn die konjunkturelle Lage sich stabilisiert hat.

Werden Sie mit Verumvest zum*zur Investor*in

Banken sind damit auf absehbare Zeit nicht mehr der richtige Adressat, wenn es darum geht, das ersparte Geld zu vermehren. Sparer*innen sollten sich darum nach Alternativen umschauen, um ihre Ersparnisse sinnvoll zu investieren. Immobilien eignen sich gerade dann als Investment, wenn es nicht um kurzfristige Gewinne, sondern langfristige Profitabilität geht. Werden Sie darum mit uns zum*zur Immobilieninvestor*in und profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung im Bereich Immobilieninvestment. Verumvest unterstützt Sie dabei in voll vermietete, modernisierte Immobilien zu investieren. Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten und investieren Sie erfolgreich in Immobilien. Vereinbaren Sie noch heute einen kostenfreien Beratungstermin mit Verumvest.