Frugalismus und Immobilien – Was kann man von Frugalist:innen lernen?

Was würden Sie dafür tun, um den Rest Ihres Lebens nicht mehr arbeiten zu müssen? Eine Antwort auf diese Frage, die stark im Trend liegt, lautet: frugal zu leben. Dahinter steckt eine Lebensweise, die Frugalismus genannt wird. Ihr Ziel ist die finanzielle Unabhängigkeit und sie beweist vor allem eines: Jede:r kann es schaffen. Von den Frugalist:innen kann man sich zudem einiges abschauen, wenn es beispielsweise darum geht, das nötige Eigenkapital für eine Investition in Immobilien aufzubauen. In diesem Blog-Artikel erfahren Sie, wie Frugalismus wirklich funktioniert und welche Bedeutung Immobilien auf dem Weg zur finanziellen Freiheit haben.

Was bedeutet Frugalismus?

Um zu verstehen, was Frugalismus bedeutet, kann man zunächst über den Begriff annähern. Das Wort fugal geht ursprünglich auf das Lateinische zurück: frugalis bedeutet „nutzbar“, „wirtschaftlich“ oder „sparsam“. Heute bedeutet frugal „einfach“ oder „bescheiden“. Ein zentraler Aspekt des Frugalismus ist demnach, ein einfaches und bescheidenes Leben zu führen.

Frugalismus ist aber noch mehr. Denn eines der wichtigsten Ziele des Frugalismus ist es, so früh wie möglich im Leben finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. Darum beschäftigen sich Frugalist:innen intensiv mit Fragen rund um Geldanlagen und Investmentstrategien. Ein zentrales Prinzip und eine gleichnamige Bewegung, die gleichzeitig zum Frugalismus entstanden ist, lautet: FIRE. Die Abkürzung FIRE steht für „Financial Independence & Retire Early“. Übersetzt bedeutet sie in etwa „finanzielle Unabhängigkeit & früher Ruhestand“.

Frugalismus und FIRE funktionieren ähnlich. Durch die Veränderung des eigenen Lebensstils lassen sich die monatlichen Ausgaben kontrollieren und reduzieren. Das Ersparte wird gewinnbringend investiert, um ab einem gewissen Zeitpunkt von den Erträgen des Vermögens leben zu können.

Was ist der Unterschied zwischen Minimalismus und Frugalismus?

Wer zum ersten Mal vom Frugalismus hört, muss wahrscheinlich unweigerlich an das Konzept des Minimalismus denken. Aber ein minimalistischer und ein frugaler Lebensstil unterscheiden sich deutlich voneinander. Was ist dann der wesentliche Unterschied zum Minimalismus? Für Frugalisten stehen finanzielle Sicherheit, optimale Lebensqualität und bewusster Umgang mit Geld im Fokus. Bei Minimalisten wiederum geht es im Wesentlichen um die Konzentration auf das Wesentliche und die Reduktion von Überflüssigem. Dabei ist nicht nur das Gegenständliche gemeint, sondern auch immaterielle Güter.

Kann man mit 40 in Rente gehen?

Das wichtigste Ziel, das der Frugalismus also verfolgt, ist es, möglichst früh in Rente zu gehen. Die „magische Zahl“ ist hier die 40. Aber ist es wirklich möglich, schon mit 40 Jahren nicht mehr zu arbeiten? Wer das erreichen möchte, muss sich mit dem Thema finanzielle Freiheit beschäftigen. Der erste, zentrale Schritt dabei ist, den eigenen Umgang mit Geld zu hinterfragen. Frugalisten leben extrem sparsam und investieren jeden Cent, den sie zur Seite legen können. Die Idee hinter dieser Verhaltensänderung ist letzten Endes, ein so hohes passives Einkommen zu generieren, damit die Kosten für den Lebensstil gedeckt sind. Sobald das Vermögen bzw. der Kapitalertrag eine bestimmte Höhe erreicht hat, um davon leben zu können, müssen sie nicht mehr der Erwerbsarbeit nachgehen und haben das Ziel erreicht.

Die 4-Prozent-Regel und die Frage: Kann dieser Plan rein rechnerisch aufgehen?

Alle, die an diesem Punkt noch ungläubig den Kopf schütteln, kann nur die Mathematik helfen. Damit kommt die 4-Prozent-Regel ins Spiel, die auch „Safe Withdrawal Rate“ (kurz: SWR) genannt wird. Die Grundlage für diese Regel stellen die jährlich benötigten Ausgaben dar. Diese werden mit 25 multipliziert. Daraus ergibt sich die Höhe des Kapitals, das benötigt wird, um nicht mehr arbeiten zu müssen, wenn die durchschnittliche Nettorendite aus allen Investitionen 4 Prozent beträgt. Anders gesagt, ist das die Summe des angelegten Vermögens, von der man jährlich 4 Prozent (dies entspricht den aktuellen Kosten) entnehmen kann, ohne dass dieses aufgezehrt wird. Die Voraussetzung dafür ist, dass das eigene Vermögen entsprechend angelegt ist. 

Lese-Tipp: Wenn Sie alles rund um den strategischen Vermögensaufbau wissen wollen, lesen Sie auch unser E-Book „Finanzielle Freiheit“.

Finanzielle Bildung – Ein Muss für Frugalist:innen

Gerade dieser letzte Punkt ist einfacher gesagt als getan. Darum ist finanzielle Bildung das A und O für Frugalist:innen. Sie beschäftigen sich intensiv mit ihren Finanzen und ihren strategischen Investitionen. Dazu gehört, dass sie ein Haushaltsbuch führen und ihre Ein- und Ausgaben genau kennen (vgl. auch Cash-Flow). Sind die Ausgaben definiert, wird geschaut, wo gespart werden kann, um so die Ausgaben auf ein Minimum zu reduzieren. Die leitenden Fragen, die sich ein:e Frugalist:in dabei stellt, sind: „Was brauche ich wirklich zum Leben?“, und „Was bereitet mir wirklich Freude?“.

Ebenfalls wissen sie, wie Investitionen funktionieren und worauf es beim Vermögensaufbau ankommt. Im Frugalismus wird das Ersparte langfristig angelegt und möglichst breit gestreut, ein entsprechendes finanzielles Wissen ist dabei unerlässlich. Gleichzeitig kann auf diese Weise auch mit einem geringeren Einkommen ein gewisser Grundstock angespart werden.

Hat der Frugalismus auch Nachteile?

Das klingt zu gut, um wahr zu sein? Wenn man all das hört und liest, stellt sich automatisch die Frage, warum nicht alle den Weg des Frugalismus beschreiten? Kommen wir darum zu den Nachteilen des Frugalismus. Um es vorwegzunehmen: Ein frugales Leben ist ein Stück weit Geschmackssache. Frugalist:innen versuchen ihre Lebenshaltungskosten so weit es möglich ist zu reduzieren. Das heißt im selben Zuge auch, dass sie nach dem Ausstieg aus dem Berufsleben, weiterhin ein sehr bescheidenes Leben führen müssen. Große Reisen, kostenintensive Hobbys und ein luxuriöses, ausschweifendes Leben sind mit dieser Lebensweise eher nicht drin. 

Allerdings sprechen Frugalisten meist aus diesem Grund auch nicht von „Ruhestand“, sondern von finanzieller Unabhängigkeit oder finanzieller Freiheit. Sie müssen ab einem bestimmten Punkt schlicht nicht mehr arbeiten, sondern sind frei, das zu tun, worauf sie wirklich Lust haben. 

Funktioniert Frugalismus mit Familie?

Häufig stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob der Frugalismus auch mit Familie funktionieren kann. Auch hier muss man sich wieder vor Augen halten, dass das Ziel nicht ist, überhaupt nicht mehr zu arbeiten, sondern finanzielle Freiheit zu erreichen. Besonders für Familien kann das bedeuten, nicht mehr auf einen Vollzeitjob angewiesen zu sein. Wenn die Arbeit in Teilzeit ausreicht, hat man für das persönliche Wohlergehen und das aller Familienmitglieder bereits einen riesigen Schritt getan. Oliver Noelting von frugalisten.de rät darum dazu, schon vor der Gründung einer Familie nur von einem Gehalt zu leben und das andere Gehalt direkt zu investieren.

Was können wir vom Frugalismus lernen?

Ob der Frugalismus der beste oder der einzige Weg zur finanziellen Unabhängigkeit darstellt, sei dahingestellt. Viel wichtiger ist die Frage, was wir vom Frugalismus lernen können. Dafür lohnt es sich, dessen Grundlagen zu betrachten. Das bescheidene Leben ist ein Statement, dass Arbeit im Leben nicht alles ist. Laut der Forschung des Sinus-Instituts im Bereich Gesundheit sind eine intakte Familie und eine gute Partnerschaft der Schlüssel zum Glück. Die größten Hemmnisse für das eigene Glück sind dagegen Geldsorgen und Krankheit. Wenn sich Frugalisten also eine finanzielle Unabhängigkeit aufbauen, haben Sie die größte Barriere zum Glück schon ausgeräumt. Aber es gibt noch mehr Lektionen, die man aus dem Frugalismus ziehen kann…

Frugalismus und Immobilien: Was ist die beste Strategie zur finanziellen Unabhängigkeit?

Hauptziel des Frugalismus ist es, finanziell unabhängig zu sein und sich eine alternative Einkommensquelle zu erschließen. Das funktioniert mit Aktien, Fonds, Krypto, ETFs aber auch mit Immobilien. Immobilien bieten dabei den besonderen Vorteil, dass sie monatliche Einnahmen generieren, als Sachwert einen Puffer gegen die Inflation bilden und besonders wertstabil sind. Wenn man das eigene Kapital so effektiv wie möglich einsetzen will, sollte jede(r) der/die über Frugalismus nachdenkt, auch über Immobilien nachdenken. Ein durchschnittlicher Millionär verfügt über sieben verschiedene Einkommensquellen. Daher sollte man so früh wie möglich anfangen, sich mit seinen Finanzen zu beschäftigen.

Frugalismus und Immobilieninvestments passen auch aus einem anderen Grund perfekt zusammen. Das disziplinierte Sparprogramm des Frugalismus, lässt sich durch ein Immobilieninvestment erweitern. Wir reden bei Immobilieninvestments oft im positiven Sinne von Zwangssparen, da man eine Immobilie nicht wie eine Aktie, Kryptowährungen, etc. per Knopfdruck verkaufen kann. Darüber hinaus ist Frugalismus die perfekte Grundlage, um das Eigenkapital für ein Immobilieninvestment zu generieren. Die monatlichen Mieteinnahmen einer Immobilie wiederum sind die perfekte Lösung für ein passives Einkommen, durch das finanzielle Freiheit und Unabhängigkeit geschaffen werden kann.

Verumvest – Sind wir nicht alle ein bisschen frugal?

Auch wir von Verumvest agieren ein Stück weit frugal. Wie Frugalist:innen ist uns wichtig, so effektiv wie möglich mit Ressourcen umzugehen und dabei nachhaltig und langfristig zu denken. Aus diesem Grund reparieren wir auch lieber Immobilien, anstatt neu zu bauen. Ebenso beschäftigen wir uns täglich mit dem Thema „Immobilie als Kapitalanlage” und helfen unseren Kunden dabei, Ihre finanziellen Ziele zu erreichen und langfristig eine zusätzliche Einkommensquelle zu generieren. 

Sind Sie auf der Suche nach einem Investment für Ihre finanzielle Unabhängigkeit? Verumvest unterstützt Sie dabei, in Immobilien zu investieren. Vereinbaren Sie noch heute ein kostenloses, persönliches Beratungsgespräch mit uns.