Gender Pension Gap – die Rentenlücke bei Frauen und wie sie geschlossen werden kann

Warum erhalten Männer im Durchschnitt eine höhere Rente als Frauen? Einer der Hauptgründe ist die traditionelle Rollenverteilung. Während sich Frauen über viele Jahrzehnte hinweg um die Familie kümmerte, gingen Männer der Erwerbsarbeit nach. Was früher einmal galt, ist heute überholt und angestaubt. Doch obwohl viele Frauen heute ihr eigenes Geld verdienen, unabhängiger und selbstbestimmter sind, gibt es immer noch große Lücken, wenn es um Geld- und Investmentthemen geht. Grund genug, sich die Unterschiede genauer anzusehen ebenso wie mögliche Lösungen. Genau das machen wir in diesem Blog-Artikel.

Wenn es um die Altersvorsorge geht, leiden Frauen unter einem strukturellen Nachteil: Dem #GenderPensionGap. Hier erfahren Sie, was Sie dagegen unternehmen können. #Verumvest #Vermögensaufbau #Altersvorsorge Klick um zu Tweeten

Der Gender Pension Gap – und seine Dimensionen

Die guten Nachrichten zuerst: Die Lücke zwischen Männern und Frauen hinsichtlich der Altersvorsorge schließt sich kontinuierlich. So ist beispielsweise der Anteil der Frauen, die überwiegend aus Einkünften ihrer Eltern, des Ehepartners oder der Ehepartnerin leben, von 23 auf 17 Prozent gesunken. Gleichzeitig steigen auch die Rentenansprüche für Frauen. Der Haken bei der Sache ist jedoch, dass laut Statistischem Bundesamt Frauen immer noch durchschnittlich sechs Prozent weniger verdienen als Männer. Hinzu kommt, dass Frauen oft Teilzeitjobs nachgehen und durch die Betreuung von Kindern längere Erwerbsunterbrechungen haben. So können sie weniger in die gesetzliche Rente einzahlen und erhalten dadurch eine geringere Rente.

Über den Gender Pension Gap wird im Vergleich zum Gender Pay Gap – dem geschlechtsspezifischen Lohngefälle – sehr viel seltener gesprochen. Dabei ist der Gender Pension Gap sehr viel deutlicher ausgeprägt und es wird sehr viel länger dauern, bis diese Lücke geschlossen sein wird. Warum der Gender Pension Gap auch ganz praktisch gesehen die größere Herausforderung darstellt, zeigt ein Gedankenexperiment. Selbst wenn die deutsche Regierung per Gesetz beschließen würde, dass Frauen ab sofort gleich viel wie Männer verdienen, würde sich die Rentenlücke erst in etwa 60 Jahren vollständig schließen. Da heute alle Frauen die ca. 40 Jahre alt sind, im Durchschnitt weniger Rentenansprüche gesammelt haben als gleichaltrige Männer.

Frauen haben akuten Handlungsbedarf

Hinzu kommt, dass Frauen bei den Themen private Altersvorsorge und Sparen im Unterschied zu Männern oft anders vorgehen. Sie vertrauen eher auf traditionelle Geldanlageformen wie Sparbücher oder Girokonten. Diese sind jedoch momentan und auch auf absehbare Zeit niedrig bis gar nicht verzinst. Die Folgen sind mit Blick auf den Gender Pension Gap fatal. Denn privates Vermögen sammeln Frauen so kaum an – im Gegenteil: durch die Inflation verliert ihr Erspartes jedes Jahr an Kaufkraft. So schmelzen die Reserven, die sie später ohnehin schmerzlich vermissen werden, still vor sich hin.

Wir sind davon überzeugt: Für den Weg in die finanzielle Freiheit sollte sich ohnehin jede*r interessieren. Strukturell gesehen haben aber insbesondere Frauen mit Blick auf ihre Altersvorsorge Nachholbedarf. Im schlimmsten Fall entsteht für Frauen eine Lücke in der Rente. Frauen müssen sich darum stärker mit Investmentthemen und der Altersvorsorge auseinandersetzen, um finanziell unabhängiger zu werden. Diesen Schluss legt auch die Wissenschaft nahe.

Der Gender Pension Gap in Zahlen und Fakten

Vor kurzem wurde an der Uni Mannheim eine Kurzstudie zum Gender Pension Gap in Deutschland durchgeführt. Diese ergab, dass der Gender Pension Gap im Jahr 2019 nur noch bei 25 Prozent lag. Im Vergleich: 2017 lag er noch bei 53 Prozent. In Zahlen ausgedrückt heißt das: Männer erhielten in 2019 mit dem Eintritt in die Rente im Schnitt 25 Prozent mehr Ruhegehalt als Frauen. Der Hintergrund dieser positiven Entwicklung ist die gestiegene Erwerbstätigenquote, die zur finanziellen Unabhängigkeit von Frauen beiträgt.

Auch die Autor*innen der Studie verweisen auf die positive Entwicklung. Die gute Nachricht hier lautet: der Gender Pension Gap lässt sich mithilfe privater Altersvorsorge schließen. Dazu müssen Frauen verstärkt aktiv werden. Insbesondere ab einem Alter von 35 Jahren beginnt sich die Schere hinsichtlich der Rentenhöhe zu öffnen. Die folgende Beispielrechnung zeigt, wie die Lücke in der Altersvorsorge geschlossen werden könnte: Unter der Annahme, dass die Zinsrate 5 Prozent beträgt und die Inflationsrate 1,5 Prozent und die Lebenserwartung nach der Pensionierung 15 Jahre ist, müsste eine 40-jährige Frau zusätzlich 2,3 Prozent ihres Jahreseinkommens sparen, um den Gender Pension Gap zu schließen.

Die Grafik zeigt die monatlichen Beträge in Euro, die Frauen sparen müssten, um den Gender Pension Gap zu schließen. Quelle: https://www.uni-mannheim.de/newsroom/presse/pressemitteilungen/2019/september/gleicher-job-weniger-rente-frauen-erhalten-26-prozent-weniger-gesetzliche-rente-als-maenner/

 

Was bedeutet das? Private Altersvorsorge für Frauen

Das Bewusstsein für die Wichtigkeit, sich mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen wächst. Das zeigt beispielsweise auch der Erfolg von Madame Moneypenny, die speziell für Frauen online Investment-Tipps gibt. Die wichtigste Erkenntnis dabei lautet: Frauen müssen umdenken. Wer für das Alter sparen möchte, sollte als Frau nicht bloß auf traditionelle Methoden der Geldanlage setzen. Renditen von 3 oder gar 5 Prozent sind hier nicht möglich. Auch Investitionen in Aktien oder Finanzprodukte wie ETFs sind mit Risiken verbunden und kein Garant für eine konstante Rendite. Gerade angesichts der Krise wird deutlich, wie volatil diese Werte und Anlageformen sein können.

Gerade wenn es um langfristige Anlagen geht, bieten sich Investitionen in Sachwerte an. Wertgegenstände wie Wald, Rohstoffe oder Immobilien haben einen eigenen, beständigen Wert. Insbesondere im Fall von Immobilien bieten sich aber noch weitere Vorteile. Denn auch Immobilien werfen eine konstante Rendite ab – und zwar in Form von Mieteinnahmen.  Zudem kann bei der Finanzierung einer Immobilie der sogenannte „Leverage-Effekt“ genutzt werden. Dabei wird an das eingesetzte Eigenkapital ein Hebel angesetzt: Für jeden Euro an Eigenkapital kann man das 8-10fache an Immobilienvermögen kaufen.

Was kann ich als Frau noch tun? Werden Sie mit uns zur Immobilieninvestorin

Der Gender Pension Gap ist in den kommenden Jahrzehnten eine reale Herausforderung für viele Frauen. Immer deutlicher wird, dass es nachhaltige Strategien braucht, um diese Lücke im Rentenalter zu schließen. Immobilien sind ein zentraler Baustein, wenn es um eine wertbeständige Anlagestrategie für eine langfristige Altersvorsorge geht.

Wir unterstützen Frauen dabei erfolgreich in Immobilien zu investieren, um Rentenlücken zu vermeiden und selbständig Investmententscheidungen zu treffen. Vereinbaren Sie mit uns einen kostenlosen Beratungstermin, um mit über ein Immobilieninvestment als Altersvorsorge zu sprechen und finanziell unabhängig zu werden.